Mein Freund KU

bewusste Arbeit mit dem UnBewussten

Eigen.Verantwortung

Grad mal wieder sehr präsent dieses Thema in meinem realen Er.Leben, daher hier mal wieder meine Gedanken dazu – um sie auch für mich selbst mal wieder neu aus zu formulieren – und vielleicht der Einen oder dem Anderen zusätzliche Denk.Anstösse zu liefern.

Vorab noch der Background – ich wurde vor geraumer Zeit immer wieder mit Menschen konfrontiert, wo ich der Ansicht war, sie hätten die Verantwortung für ihr Wohlergehen – und auch für ihr Leben – an andere abgegeben. Dazu gehörten sowohl Sklav.inn.en in der BDSM-Szene, als auch die von mir so bezeichneten „Engelsanbeterinnen“.

Gleich vorweg – ich hab grundsätzlich weder was gegen Engel oder sonstige Wesenheiten – was mich immer wieder „gestört“ hatte war, dass da dann nur mehr die „Meinung“ desjenigen zählte, die/der eben „das Sagen“ hatte – also entweder der „Herr“ oder auch der/die Engel – alles, was von da her kam war mehr oder weniger Gesetz.

Da es mir schon immer bewusst war, dass derartige Re.Aktionen meinerseits nicht nur was mit meinem Gegenüber zu tun haben, sondern auch mit mir – hab ich mich eben vor an die 10 Jahren das erste Mal mit diesem Thema beschäftigt.

Ich hab lange gebraucht, meine Anteile zu ent.decken und auch an zu nehmen – und in einer für mich stimmigen Form aus zu leben. Eigentlich hatte ich voriges Jahr das Gefühl, dass ich jetzt endlich wirklich meinen Weg gehe – und auch weitgehendst die Verantwortung für mein Wohlergehen übernehme.

Vor kurzem wurde ich aber wieder mal mit der Aussage eines lieben Freundes konfrontiert, dass ich die Verantwortung abgeben wolle – aber hallo – es traf wie ein Schwert – mitten ins Herz. Vielleicht auch noch ergänzt – derartige Aussagen be.treffen mich jetzt nicht wirklich immer – ausser eben von Menschen, denen ich das Recht einräume, mir auch wirklich qualifiziertes Feedback geben zu dürfen – soviel zur Eigenverantwortlichkeit 😉

Und letzte Nacht hab ich dann auch wieder mal lange mit meiner Freundin über diese Thematik diskutiert – weil ich eben nicht das Gefühl habe, dass ich meine Verantwortung für mein Leben und Wohlergehen abgeben möchte – sondern ich für mich eher stolz drauf bin, endlich gelernt zu haben, dass, wenn mir nach Kuscheleinheiten ist – dies auch zu kommunizieren.

Für mich ist es eher so, dass ich früher eben nichts gesagt habe – und den ganzen Frust jahrzehntelang in mich rein gefressen hab. Es gab eine Zeit, wo ich mich selbst fertig gemacht hatte, indem ich mir nicht das gegönnt hatte, was ich wirklich gewollt hätte. Jetzt steh ich dazu, dass ich eine Umarmung möchte, wenn mir danach ist – aber ich sehs eben so, dass dies genau das ist, was ich unter Eigenverantwortung verstehe – mir das zu „nehmen“, was ich brauche – allerdings natürlich immer mit Rücksicht auch auf meine Mitmenschen.

Doch zurück zu den „Engelsanbeterinnen“ und Sklavinnen – klar, auch sie sind für das verantwortlich, was sie tun – oder eben nicht tun – wie es auch ich immer war und bin. Und wenn sie die Verantwortung großteils an andere abgeben möchten – werden sie auch mit den Auswirkungen ihres Tun und Handelns leben müsssen.

Ich glaub nicht, dass irgendwer irgendwann aus der Eigenverantwortlichkeit raus kommen kann – für mich ist das Gesetz von Ursache und Wirkung ein fest.geschriebenes – und es liegt auch in meiner Verantwortung, es so sehen zu wollen – und mit den daraus resultierenden Konsequenzen – für mich – zu leben.

Wobei ich aber noch weiter gehe – und für mich auch definiert hab, dass ich dieses Recht, für sein Wohlergehen selbst verantwortlich zu sein – zwar jedem einräume – aber nicht darauf bestehe, dass jeder Mensch dieses auch bewusst annehmen möchte – weil eben auch das Abgeben der Verantwortung eine Entscheidung eines Menschen ist, die ich respektiere – solange sie jetzt keine direkten Auswirkungen auf mein persönliches Wohlergehen hat.

Und ich gestehe es mir auch zu, Rücksicht auf die Wünsche anderer Menschen zu nehmen, d.h., wenn ich merke, dass ich durch meine Re.Aktionen beginnen, meine Mitmenschen zu überfordern – und es jetzt nicht unbedingt etwas ist, was meinem eigenen Wohlergehen zuwider läuft – dann kann ich es auch gerne dabei bewenden lassen, dass diese Person eben genau das nicht will – was ich als dessen eigene Verantwortung sich selbst gegenüber definieren würde.

Ich bin sicher nicht perfekt in diesen meinen Handlungen – und ich hab lange Jahre gebraucht, um zu diesem für mich stimmigen Standpunkt zu kommen – aber letztendlich ist es der für mich angenehmere Weg. Ich habe einen jahrelangen Freund, wo ich der Überzeugung bin, dass er, wenn er etwas ver.ändern würde, ein in sich weit stimmigeres und befriedigenderes Leben geniessen könnte.

Aber ich hab auch gelernt – und es war lange Zeit überhaupt nicht angenehm für mich – dass er eben lieber weiter leidet, als sein Thema zu er.lösen. Und irgendwann bin ich drauf gekommen, wenn ich seinen Leidens.Wunsch respektiere und akzeptiere, dass es letztendlich für mein persönliches Wohlbefinden friedvoller und leichter ist.

Nicht, dass ich nicht trotzdem immer wieder mal eine Bemerkung fallen lassen würde, dass es für mich ok ist, wenn er noch länger leiden möchte – das kann ich mir dann doch nicht verkneifen – aber es ist dann letztendlich auch meine Art, ihm immer wieder auch zu zeigen, dass ich jederzeit gerne an seiner Seite stehe – und ihn begleiten würde – falls er es wünscht – und wirklich mal zu dem Entschluss kommt, dass er etwas ver.ändern möchte.

Wobei es auch für mich kein Problem wäre, wenn er den Entschluss fasst, etwas ver.ändern zu wollen, aber gerne auf meine Unterstützung verzichtet – wäre genauso ok für mich – mir ist sein Wohlergehen wichtiger als mein bestätigtes Ego – aber auch hier wieder – weil ich mein Wohlbefinden letztendlich nicht von seinem abhängig mache – und daher jetzt auch nicht meine Eigen.Verantwortung abgebe, indem ich sage – er muss seine Themen mit meiner Hilfe lösen.

Ich hatte vor einiger Zeit auf der Businessplattform Xing einige teilweise hitzige Diskussionen über und mit eben den vorher schon zitierten „Engelsanbeterinnen“ geführt – auch über das Thema Eigen.Verantwortung.

Wesenheiten und ihre Botschaften versus Selbstverantwortlichkeit

Wie weit geht unsere Verantwortung?

Abschliessend noch – für mich bedeutet, jemand anderen die Verantwortung für sich selbst zu überlassen, dass ich ihn wirklich so sein lasse, wie sie/er ist – und aber auch mal für ihn da bin, wenn er mich danach fragt – und ich dadurch jetzt selbst keine Probleme bekomme.

Auf der anderen Seite ist es natürlich auch ok, wenn ich mal ne Umarmung möchte – und mein aktuelles Gegenüber das nicht möchte – dass ich das respektiere – und mir das, was ich brauche/möchte von Menschen hole, die es gerne geben.

Keine Ahnung, ob das alles jetzt wirklich so rüber.kommt, wie ichs meine – im Zweifelsfall einfach nachfragen – ich geh mal wieder ins reale Leben und genisse es 😉

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Juli 5, 2009 - Posted by | weiterführende Gedanken | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

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